Artikel getaggt mit ‘IP Deutschland’
Mobile VideoAds – Studie von IP Deutschland
IP Deutschland hat eine Studie zur Wirkung von VideoAds auf dem Handy durchgeführt. Das Ergebnis kurz zusammengefasst: Video-Werbung auf dem Handy wirkt, je häufiger das Mobilportal genutzt wird, desto höher die Werbeerinnerung (mehr Kontakte!), Zielgruppe zu sehr weiten teilen männlich.
Die Studie kann hier heruntergeladen werden.
MidRolls zum Zweiten
Neben SevenOne Media hat auch IP Deutschland eine Studie zum Thema MidRolls vorgestellt. Die Ergebnisse kurz zusammengefasst:
- PreRolls und MidRolls wirken gleich gut.
- Mehrere MidRolls im Block wirken immer noch gut, wobei die Platzierung innerhalb des Blocks keinen Einfluss auf die Effektivität hat.
- Auch mehrere MidRoll-Blöcke wirken sich nicht negativ aus.
Getestet wurden diese Aussagen anhand diverser Markenspots auf RTL NOW. Leider werden die Aussagen anders als in anderen Studien nicht generalisierend anhand mehrerer Spots belegt. Denn jeder Spot wurde für eine spezielle Fragestellung untersucht. Die Ergebnisse zeigen dennoch die gleichen Tendenzen wie die MidRoll-Studie von SevenOne Media und können so insgesamt als valide angesehen werden.
Weiter wird die generelle Aussage getroffen, dass mehrere Werbespots in einem Block von den Nutzern akzeptiert werden. Belegt wird das durch die Zustimmung zur Aussage „Mich stört es nicht, wenn mehrere Werbespots in einer Unterbrechung gezeigt werden“. Hier stimmen 36% bzw. 29% der Versuchspersonen zu (mit bzw. ohne Werbekontakt – Top Two). Dies heißt im Umkehrschluss aber auch, dass 64% bzw. 71% dieser Aussage nicht zustimmen. Die Mehrheit fühlt sich also gestört, wenn mehrere Werbespots in einem Block gezeigt werden.
Beide große TV-Vermarkter legen also Studien vor, die sich mit den MidRolls und Werbeblöcken beschäftigen. Hier ist der Trend zu erkennen, dass Werbeformen, Werbewirkung und Erfahrungen aus dem TV auf das Internet und Online-Videos übertragen werden sollen. Das ist grundsätzlich nicht verkehrt. Die zusätzlichen Möglichkeiten, die Online-Video bietet (Targeting, Interaktivität, Tandem-Formate), sollten aber nicht außer acht gelassen werden. Bieten sie doch zusätzliche Chancen, die Online nicht nur als neuen Übertragungsweg für bekannte Inhalte und Werbeformate erscheinen lassen.
W&V Bewegtbildguide
Die W&V macht dem Online-Video-Blog etwas Konkurrenz und hat heute ein Special namens „Bewegtbild im Web“ veröffentlicht – natürlich online.
Das Special beschäftigt sich u.a. mit der Werbewirkung von Video-Ads, der veränderten Mediennutzung und Bewegtbild-Strategien.
Da die meisten Inhalte sind entweder schon bekannt, z.b. die Studie von Zukunft Digital, oder aber so kurz und allgemein gehalten, dass sich eine besondere Besprechung nicht lohnen würde. Es kann sich gerne jeder sein eigenes Bild davon machen.
Übrigens wird dieses Special von IP Deutschland präsentiert („sponsored by“), die ja selbst sehr aktiv im Bereich Bewegtbild-Vermarktung sind. Das Sponsoring ist daher einerseits logisch, andererseits doch etwas merkwürdig – auch wenn oder gerade weil keinerlei IP-Inhalte darin zu finden sind.
Online-Video stärker genutzt als DVD-/Festplatten-Rekorder
TNS emnid und IP Deutschland haben festgestellt, dass das zeitversetzte Fernsehen eher im Internet stattfindet als über einen Festplatten- oder DVD-Rekorder. (Studie)
So haben 20 Prozent der 14-49-Jährigen in den letzten drei Monaten auf diesem Weg eine Fernsehsendung gesehen. Insgesamt sind es 32 Prozent, die dies überhaupt schon einmal gemacht haben. Dagegen sagen nur 28 Prozent, dass sie einen Festplatten- oder DVD-Rekorder besitzen und nutzen. Wie zu erwarten war, wird das Internet eher von Männer und 14-29-Jährigen als Übertragungsweg für zeitversetztes Fernsehen genutzt.
Interessante Zahlen. Allerdings vermisse ich ein wenig den guten alten Videorekorder, der immer noch in vielen Wohnzimmern stehen und somit ebenfalls zum zeitversetzten Fernsehen genutzt werden dürfte.
Anmerkung zur Grafik: Basis sind vermutlich Onliner, nicht E14-49 gesamt. Zudem finde ich die Überschrift hier nicht sehr aussagekräftig.
MidRolls – heute und vor einem Jahr
Pre-Rolls sind etabliert und Wirkungsbelege liegen vor. Wo noch Aufklärungsbedarf ist, sind die Mid-Rolls. Hier sind die Kunden noch zurückhaltend, obwohl es dafür keinen Grund gibt. Das werden wir mit unserer Mid-Roll-Studie belegen.
Das schreibt IP Deutschland heute in eine Pressemitteilung zu einer Studie, die sie gemeinsam mit Xenion Interactive und isobar durchgeführt haben. So ist das aber nicht ganz richtig. Denn die Konkurrenz (SevenOne Media/Interactive) hat bereits vor einem Jahr mehrere Studien zum Thema MidRolls präsentiert, unter anderem auch auf der OMD. Zu finden hier und hier.
Insofern stimmt es vielleicht, dass Werbekunden noch zurückhaltend sind, wenn es um die Buchung von MidRolls geht. Der Aufklärungsbedarf wurde aber schon vor einem Jahr zu großen Teilen gedeckt – nur eben nicht von der IP Deutschland.
Ich bin gespannt, ob es darüber hinaus noch weitere Erkenntnisse zu MidRolls gibt. Das Thema Online-Werbeblock wird ja zumindest angeschnitten.
Disclaimer: Ich habe an den MidRoll-Studien von SevenOne Media im Jahr 2008 aktiv mitgearbeitet.
OMD-Nachlese zum Thema Bewegtbild
Auf der Online Marketing Düsseldorf gab es wie erwartet eine Menge Beiträge zum Thema Bewegtbild und VideoAds. Das fängt an bei Thomas Strunz, der auf dem Messestand des DSF bzw. seines Online-Vermarkters AdImpulse Media interviewt wurde. Und endet bei den unvermeidlichen und meist schlecht gekleideten Kamerateams von sevenload.
Dazwischen gab es aber jede Menge spannende Vorträge, die sich mit VideoAds beschäftigten. Auf den ein oder anderen werde ich vielleicht noch ausführlicher eingehen. Zum Beispiel auf die „Studie“ des Spiegel Online-Vermarkters Quality Channel. Die war nämlich so unglaublich schlecht, dass sogar der nicht gerade als Forschungs-Experte bekannte Moderator Wolfram Kons fragte, ob so etwas überhaupt zulässig sei.
Interessant war die Keynote von Klaus-Peter Schulz, seit kurzem Vorstand bei der ProSiebenSat.1 Media AG. Er zeigte unter anderem ein Beispiel einer sehr interaktiven Video-Kampagne von HBO, die mir bisher völlig unbekannt war. Auch IP Deutschland war mit einer Studie zum Thema Video-Werbung vertreten, der ich mich demnächst noch ausführlicher widmen werde. Und natürlich darf in der kurzen Zusammenfassung auch mein Arbeitgeber SevenOne Interactive nicht fehlen. Neben den vermutlich größten Video-Leinwänden der Messe gab es auch hier einen Vortrag, der sich exklusiv mit dem Thema Bewegtbild auseinandersetzte.
Mehr zu diesen Studien in Kürze.
Bewegtbild auf der OMD 2008
Am Mittwoch startet die Online Marketing Düsseldorf 2008, kurz OMD. Ein wichtiger Punkt im Kongressprogramm ist – natürlich – das Thema Bewegtbild und Video im Internet. Hier einige themenrelevante Vorträge:
- IP Deutschland GmbH: Effektive Bewegtbild-Kommunikation in digitalen Medien. Mi, 11:30 Uhr.
- AdLINK Internet Media GmbH: Internationale Markenwerbung mit Videoformaten. Mi, 13:30 Uhr.
- SevenOne Interactive: VideoAdvertising – die neue Kraft des Bewegtbildes im Internet. Mi, 14:40 Uhr. (Persönlicher Tipp!)
- Keynote (CNN News Services): The Evolution of Online Video: From On-Demand to User-Generated Content. Mi, 17:15 Uhr.
- Keynote (ProSiebenSat.1 Group): TV meets Web. Do, 10:00 Uhr. (Persönlicher Tipp!)
- Cases 1-4 (BMW, Zattoo, u.a.): Motion. Do, 11:00 Uhr.
- Panel-Diskussion: Motion: Entwicklungen, Erwartungen, Erfahrungen. Do, 12:00 Uhr.
Die Liste ist (vermutlich) nicht vollständig. Der ein oder andere Vortrag wird sicher ebenfalls das Thema Bewegtbild im Internet aufgreifen, auch wenn es nicht explizit in der Beschreibung steht. Das komplette Kongressprogramm der OMD findet sich hier.
US-Online-Video-Werbung ist Europa voraus
Einen etwas älteren Blog-Eintrag von Nate Elliot (JupiterResearch) möchte ich hier auch noch verlinken. Er vergleicht hier die VideoAds auf der Website eines relativ kleinen amerikanischen TV-Senders (13-WHAM) mit den VideoAd-Einbindungen auf europäischen Websites. Explizit nennt er allerdings nur Virgin Media und MTV3 aus Finnland.
Der Blog-Eintrag ist aus dem Januar 2008. Und in gewisser Weise hat er sicher recht: Wenn ich die VideoAds auf hulu & Co. sehe, ist das schon ein anderes Niveau als das, was auf europäischen TV-Websites zu sehen ist. Teilweise werden die einzelnen VideoAds innerhalb einer Sendung an einen Werbekunden verkauft, der dann auch noch mit Bannern über dem Video wirbt. Das ganze wird dann als Sponsoring der Sendung verpackt. Enger kann die Verbindung zwischen Video und VideoAd kaum sein.
Ich glaube aber dennoch, dass sich seit Januar schon einiges in Europa getan hat. Die VideoAds auf deutschen Websites werden mehr und besser, die Werbemöglichkeiten vielseitiger. Inzwischen bieten SevenOne Interactive und IP Deutschland MidRolls an. Auch die Werbewirkungsstudien zu diesem Thema werden mehr und auf der OMD werden VideoAds sicher erneut eine wichtige Rolle spielen.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Kreativen und die Mediaagenturen diese Werbeform entdecken, die Kombination aus Video und Klick nutzen und neue Ideen hervorbringen?
Microsoft geht in die andere Richtung
Während die deutschen TV-Werbezeitenvermarkter wie SevenOne Media bzw. Interactive und IP Deutschland ihre Erfahrung aus der Vermarktung von TV-Werbung im Online-Geschäft einbringen, geht Microsoft in die andere Richtung: In den USA wurde jetzt mit Navic Networks ein Spezialist für Fernsehwerbung übernommen. Damit soll Online- und Offline-Werbung miteinander verknüpft werden. Google ist diesen Schritt schon vor über einem Jahr gegangen und experimentiert seitdem mit TV-Werbung [s. hier].
Die Videowerbung in Internet und Fernsehen nähert sich also weiter einander an. Die Wege und Richtungen sind unterschiedlich. Aber es scheint genügend Synergien zwischen beiden Bereichen zu geben. Oder ist es vielleicht irgendwann nur noch ein Bereich: Die Vermarktung von Video-Werbung – unabhängig vom Übertragungsweg?
