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Quality Channel-Studie: Versuch gescheitert – inkl. NACHTRAG
Der Spiegel-Online-Vermarkter Quality Channel hat auf der OMD eine Studie zur Werbewirkung von VideoAds vorgestellt. Und nicht nur das: Quality Channel hat versucht, die Werbewirkung eines VideoAds auf Spiegel Online mit der Werbewirkung eines Spots im Fernsehen zu vergleichen. Ein sehr interessanter Vergleich und ein spannender Versuch, Licht ins Dunkel zu bringen.
Aber: Der Versuch ist leider grandios gescheitert. Zunächst die Fakten. Laut Quality Channel hat das VideoAd im Internet eine viel höhere Werbewirkung als der TV-Spot. Getestet wurde das übrigens anhand eines Spots von „Odol-med 3„. Demnach erinnern sich gestützt 73 Prozent der Befragten an Odol-Werbung, wenn sie zuvor das VideoAd gesehen haben. Nach dem TV-Spot sind es gerade einmal 28 Prozent. Ungestützt erinnern sich nur drei Prozent der TV-Spot-Seher an Werbung für die Marke Odol. Nach Kontakt mit dem Online-Spot sind es dagegen 30 Prozent, also zehn mal so viele. Ähnliche Ergebnisse präsentiert Quality Channel auch für das Wiedererkennen und die Bewertung des Werbespots. Nachzulesen sind die Ergebnisse in diesem PDF.
Wer auf seiner Visitsenkarte „Media Planner“ stehen hat und hier aufhört zu lesen, wird vermutlich keinen Cent mehr in TV-Werbung investieren und stattdessen alles in Online-VideoAds investieren.
Wer weiterliest, wird das sicher nicht tun. Denn methodisch ist die Studie von Quality Channel so mangelhaft, dass die Ergebnisse nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen. Im einzelnen kann ich nicht nachvollziehen, wie ein Werbewirkungsforscher die folgenden Punkte außer Acht lassen kann: Den Rest des Beitrags lesen »
OMD-Nachlese zum Thema Bewegtbild
Auf der Online Marketing Düsseldorf gab es wie erwartet eine Menge Beiträge zum Thema Bewegtbild und VideoAds. Das fängt an bei Thomas Strunz, der auf dem Messestand des DSF bzw. seines Online-Vermarkters AdImpulse Media interviewt wurde. Und endet bei den unvermeidlichen und meist schlecht gekleideten Kamerateams von sevenload.
Dazwischen gab es aber jede Menge spannende Vorträge, die sich mit VideoAds beschäftigten. Auf den ein oder anderen werde ich vielleicht noch ausführlicher eingehen. Zum Beispiel auf die „Studie“ des Spiegel Online-Vermarkters Quality Channel. Die war nämlich so unglaublich schlecht, dass sogar der nicht gerade als Forschungs-Experte bekannte Moderator Wolfram Kons fragte, ob so etwas überhaupt zulässig sei.
Interessant war die Keynote von Klaus-Peter Schulz, seit kurzem Vorstand bei der ProSiebenSat.1 Media AG. Er zeigte unter anderem ein Beispiel einer sehr interaktiven Video-Kampagne von HBO, die mir bisher völlig unbekannt war. Auch IP Deutschland war mit einer Studie zum Thema Video-Werbung vertreten, der ich mich demnächst noch ausführlicher widmen werde. Und natürlich darf in der kurzen Zusammenfassung auch mein Arbeitgeber SevenOne Interactive nicht fehlen. Neben den vermutlich größten Video-Leinwänden der Messe gab es auch hier einen Vortrag, der sich exklusiv mit dem Thema Bewegtbild auseinandersetzte.
Mehr zu diesen Studien in Kürze.